Nachruf zum Tod von Pfarrer iR Alfred Häfele

5. September 2019

Der ehemalige katholische Gemeindepfarrer Alfred Häfele ist tot.

Er verstarb am 24.8. im gesegneten Alter von 90 Jahren in Rottweil. 1929 als erstes von sechs Kindern in Duttenberg geboren, studierte er nach dem Abitur Theologie in Tübingen. Anschließend trat er in das Priesterseminar in Rottenburg/Neckar ein und erhielt 1953 die Priesterweihe. Nach verschiedenen seelsorgerlichen Stationen kam er im August 1991 nach Mainhardt, wo er bis 2005 als Pfarrer und als Religionslehrer tätig war. Danach trat er in den wohlverdienten Ruhestand, blieb aber weiterhin in den geistlichen Gemeinschaften im Dekanat in Zimmern tätig. So übernahm er regelmäßig Gottesdienste in der Heliosklinik und auch Gemeindegottesdienste in der Seelsorgeeinheit Zimmern, wo er seinen Ruhestand verbrachte. Erst vor einem Jahr feierte er den 65. Jahrestag seiner Priesterweihe. Seine besondere Leidenschaft galt der Gottesmutter Maria, weshalb er auch bis zuletzt als Diözesanverantwortlicher der Marianischen Priesterbewegung des Dekanats unermüdlich im Einsatz war. Noch während seiner aktiven Zeit war er Dekanatsjugendseelsorger, Dekanatspräses für die Kirchenmusik sowie Bezirkspräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bezirk Hohenlohe. Viele Jahre gehörte er auch der Franziskanischen Gemeinschaft, dem Theresienwerk sowie dem Diözesanvorstand des Cäcilienverbandes für die Kirchenmusik an. Zweifellos war er ein Priester aus Leidenschaft, durchaus auch mit Ecken und Kanten. Kollegen bezeichneten ihn gern als 'Priester aus Gnade', der seinen Dienst in unbedingtem Gottvertrauen versehe. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher war er noch dem Sport und der Musik sehr zugetan. Selbst in hohem Alter absolvierte er mühelos die Bedingungen für das Sportabzeichen. Und zusammen mit seiner Schwester Dorothea, die ihm auch den Haushalt führte, war er Mitglied im Liederkranz Mainhardt und als begeisterter Sänger bekannt.

So schließt sich nun der Kreis seines Lebens. Die katholische Kirchengemeinde Mainhardt gedenkt in stiller Trauer ihres ehemaligen Priesters. Der Herr, dem er sein ganzes Leben gewidmet hat, möge ihm die Erlösung gewähren und ihn in sein himmlisches Reich aufnehmen.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt

Neuaufnahme von Ministranten und Ehrungen in der katholischen Gemeinde Mainhardt

30. Juni 2019

Sie gehören neben dem Priester zum Gottesdienst wie das Salz zur Suppe: die Ministranten.


Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Diener'. Ministranten unterstützen den Priester in vielfältiger Weise. Bei der Eucharistiefeier bringen sie Brot, Wein und Wasser zum Altar und helfen ihm bei der Händewaschung. Sie läuten vor den Wandlungsworten die Altarschellen, reichen dem Priester liturgische Geräte und halten liturgische Bücher bereit. Auch als Träger von Kerzen und Kreuz sind sie aktiv.

In den Gemeinden bilden die Messdiener häufig eine feste Gemeinschaft. Sie treffen sich zu Gruppenstunden, unternehmen gemeinsame Ausflüge, wallfahrten und besuchen auch Fortbildungen.

Das Altersspektrum ist breit. Die jüngsten haben oft erst gerade die Erstkommunion erlebt, manche Oberministranten gar schon die Schulzeit absolviert.

Die Betreuung dieser 'Minis' ist deshalb eine anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe. Dieser Aufgabe kam bisher Frau Elisabeth Ling in vorbildlicher Weise nach. Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Gewinnung von Nachwuchs für ausscheidende Minis in Mainhardt kein großes Problem darstellt, im Gegensatz zu anderen Gemeinden. Nachdem Frau Ling dieses Amt zur Jahreswende aufgab, übernimmt Herr Wilfried Correll ab diesem Jahr diese wichtige Aufgabe. Dafür sprechen ihm die katholische Kirchengemeinde und der Kirchengemeinderat ihren großen Dank aus und wünschen Herrn Correll viel Erfolg und Erfüllung. Da er schon in verschiedenen kirchlichen Diensten tätig war, dürfte die Kontinuität der Arbeit gesichert sein. Unterstützt wird er dabei zukünftig durch Frau Evelyn Moll. Auch sie sei an dieser Stelle herzlich willkommen geheißen.


Neu in die Gruppe der Minis wurden aufgenommen: Felicia Graf, Giulia Alexandra Moll, Lukas Hirsch und Katharina Weber. Nachdem sie ihr Gelübde, ihrer Arbeit stets pünktlich und zuverlässig nachzukommen, abgelegt hatten, wurden sie im Kreis der älteren Minis freundlich aufgenommen und mit den ersten ihrer zukünftigen Aufgaben vertraut gemacht.

Anschließend wurden zwei schon etwas länger Messdienst-Leistende von Pater Tomy gewürdigt: Elena Correll und Sarah Kowalski. Beide wurden für ihren 10-jährigen Dienst geehrt und erhielten dafür auch ein Geschenk. Eine solch lange Zeitdauer ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit und für die Jüngeren ein hoffentlich nachahmenswertes Vorbild.

Zu guter Letzt wurde noch Marco Pfeil für seine 25-jährige Dienstzeit als Mesner der katholischen Kirche Mainhardt geehrt. Auch er begann seine Tätigkeit als Ministrant. Über die vielen Jahre hinweg blieb Marco der Kirche verbunden und übernahm schließlich das Amt des Mesners, das er heute zusammen mit seinem Bruder Peter ausübt. Pater Tomy ging in seiner Dankesrede auf die vielfältigen Pflichten eines Mesners ein und dankte Marco für seine langjährige Treue mit einem Gutschein.

Allen Beteiligten sei nochmals sehr herzlich gedankt, vor allem auch den Eltern, die ihre Kinder zu dieser kirchlichen Aktivität ermuntern. In Zeiten einer zunehmenden Kirchenferne ist das ein ermutigendes Zeichen. So wird aus sonntäglichen  Kirchgängern eine Gemeinschaft, zu der man gerne gehört, in der einer für den anderen da ist. Das ist Kirche, Kirche am Ort.

Text und Fotos: Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt

Fronleichnamsprozession und Gemeindefest

20. Juni 2019

Mit 800 Mitgliedern ist die katholische Gemeinde in Mainhardt sehr überschaubar. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb feiert sie jedes Jahr das Fronleichnamsfest mit einer Prozession durch den Ort.

von Sigrid Bauer

 

Zum Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche kommen erstaunlich viele Familien mit Kindern. Liegt es daran, das die Erstkommunionskinder zu diesem Anlass noch einmal ihre weißen Kleidchen tragen dürfen? Bestimmt fünf, sechs kleine Mädchen nutzen die Gelegenheit. Bunt gemischt ist die Schar der Gottesdienstbesucher, auch wenn sich Pater Tomy Thomas‘ Wunsch nach rund 100 Prozessionsteilnehmer nicht ganz erfüllt hat. „Wir hatten einige Gäste hier, unbekannte Gesichter, das freut mich“, meint Elisabeth Ling, die als Hauptorganisatorin die Arbeiten für das anschließende Gemeindefest an das Team aus Ehrenamtlichen verteilt hat, aber auch selber Tage vorher Ankündigungsplakate in der Gemeinde aufgehängt hat. Zusammen mit ihrem Mann hat sie am Morgen des Feiertags die beiden Altäre, zu denen die Prozession führt, gerichtet. Die Blumengestecke auf den Altären sind ein gemeinsames Werk von Herta Brobeil und Roswitha Künstner. „Ich mache das nur einmal im Jahr zu Fronleichnam, aber die Frau Brobeil, wenn wir die nicht hätten. Die ist wirklich ein Käpsele“, lobt Künstner die Mitstreiterin für ihr Engagement in der katholischen Gemeinde auf echt schwäbisch.

Mit 20 Männern und Frauen begleitet der Mainhardter Musikverein wie jedes Jahr den feierlichen Zug von der Kirche zuerst ins Wohngebiet am Keltenring, wo die erste Station ist. Vor dem mit Blumen geschmückten Altar, auf dem die Monstranz abgestellt wird, haben Ute Schneider und Veronika Corell in mühevoller Kleinarbeit einen farbenfrohen Blütenteppich gelegt. Mit Blütenblättern aus dem eigenen Garten, aus den Gärten von Bekannten und dem Kirchgarten haben die beiden Frauen am Abend zuvor ein Bild mit den typischen Symbolen gestaltet. „Ein Kreuz für Jesus, das Herz als Zeichen für den Glauben an Gott, den Kelch für das Abendmahl und die Taube als Verbindung von Fronleichnam mit Pfingsten. Diese Motive gehören für mich zu Fronleichnam“, erklärt Ute Schneider. Damit die Blütenblätter nicht welken, haben sie als Unterlage nasse Tücher verwendet und sie über Nacht mit einer Plastikfolie abgedeckt. Weiter geht die Prozession bei angenehmen Temperaturen in die Ortsmitte. Einige Anwohner schauen neugierig zum Fenster heraus oder beobachten die Prozession vom Garten aus.

Immer einige zig Meter voraus sorgt Bernhard Ling dafür, dass der Zug ungestört die Straßen überqueren kann und zur zweiten Station im Schlösslespark neben dem Römermuseum gelangt. „Damit niemand unter die Räder kommt“, erklärt der Mann aus Ammertsweiler und lacht. Seit fünf Jahren gehört das unter anderem zu seinen Aufgaben an Fronleichnam. Mit an der Spitze der kleinen Prozession laufen drei Ministrantinnen, die mittlere trägt das Kreuz, die beiden anderen flankieren sie mit einem Kerzenleuchter in der Hand. „Ich bin schon sechsmal mitgelaufen, aber nicht immer ganz vorn, da wechseln wir uns ab“, erklärt die 15-jährige Vanessa Kowalski. Ministrantin ist sie seit der Erstkommunion.

Hinter dem Musikverein folgen die Erstkommunionskinder, aber auch ein paar Jüngere dürfen Blumen streuen, damit Christus auf Blumen in das Himmelreich einzieht, wie der Brauch spirituell gedeutet wird. Edeltraud Schoch hat vorgesorgt und reichlich Blütenblätter dabei. „Die fünf Blumenkinder sind meine Urenkel“, erzählt sie stolz. Ein herzlicher Dank geht an das Fachgeschäft Blümchen, das die Blütenblätter zur Verfügung gestellt hat.

Nach der Station im Schlösslespark geht es zurück zur Kirche. Beim letzten Anstieg müssen die Bläser der Musikkapelle noch einmal alles geben, dann ist es fast geschafft. „Was muss, das muss“, meint eine Trompeterin pragmatisch.

Aus der angenehm kühlen Kirche entlässt Pater Thomas seine Gemeinde mit der Botschaft: „Wir sind gesandt, um uns zu geben, unser Leben mit anderen zu teilen.“ Dazu haben die Leute beim anschließenden Gemeindefest mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen gleich Gelegenheit.

Fronleichnam ist das „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi". Dafür steht auch der ungewöhnliche Name Fronleichnams, denn im Althochdeutschen steht "fron" für "Herr" und "lichnam" für "Leib". „Leib des Herrn“ heißt Fronleichnam also. Die Hostie, die in der Monstranz durch die Straßen getragen wird, ist für gläubige Katholiken durch die Wandlung im Gottesdienst zum "Leib Christi" geworden.

 

Feier der Erstkommunion

12. Mai 2019

Als Erstkommunion oder Erste heilige Kommunion wird in der katholischen Kirche der erste Empfang der Kommunion bezeichnet. An diesem Tag dürfen die Kinder zum ersten Mal das heilige Brot in Form einer Hostie empfangen und werden damit offiziell in die Gemeinde aufgenommen.

Neben Taufe und Firmung gehört auch diese Feier der Eucharistie zu den Sakramenten der Kirche. Am vergangenen Sonntag fand dieses Fest nach längerer Zeit wieder in der katholischen Herz-Jesu-Kirche statt.

Angeführt von den Ministranten zogen die Kinder in die Kirche ein und nahmen im Altarraum Aufstellung. Dort zelebrierte Pater Tomy Thomas gemeinsam mit Pastoralreferent Sven Brückner den festlichen Gottesdienst. So konnten die Kinder das Geschehen aus der Nähe live erleben und wurden auch direkt in den liturgischen Ablauf einbezogen. In seiner natürlich vorwiegend an die Kommunionkinder gerichteten Predigt bezog sich PR Brückner auf zwei biblische Texte: die Geschichte der Emmaus-Jünger aus dem Lukasevangelium und die Geschichte vom Letzten Abendmahl. Geschickt schlug er einen Bogen vom biblischen Geschehen in die Gegenwart. Jesus teilte das Brot mit den Jüngern, woraufhin sie ihn erkannten. Wie die beiden Jünger sollten sie, die Erstkommunikanten, erkennen: Jesus lebt, ist immer bei ihnen und schenkt sich ihnen im gebrochenen Brot, in der Gemeinschaft des Mahles, der Eucharistie. Die Eucharistiefeier ist somit die zentrale liturgische Feier der Kirche, in der sie des Todes und der Auferstehung Jesu gedenkt. Das ist der eigentliche Sinn und Zweck dieser Feier. Aufmerksam und gespannt, aber auch freudig nahmen die Kinder weitere Aufgaben wahr. Sie entzündeten ihre Kommunionkerzen an der Osterkerze, sprachen die Fürbitten, trugen Gebetssprüche vor und empfingen schließlich ihre erste heilige Kommunion. Danach erfolgte der Auszug aus der Kirche.

Viele haben zu dieser bewegenden Feierlichkeit beigetragen. Besondere Erwähnung fanden die vier Katechetinnen während der Vorbereitungszeit: Frau Petermann, Frau Moll, Frau Wagner und Frau Weber. Ihnen und allen Ungenannten sei nochmals an dieser Stelle sehr herzlich gedankt. In diesen für sie unruhigen Zeiten braucht die katholische Kirche solche Feiern und Helfer, um den häufig negativen Schlagzeilen etwas Positives entgegenzusetzen.

Folgende Kinder empfingen die Erste heilige Kommunion: 
Amy Luise Brenner, Liv Ensinger, Felicia Graf, Lena Marie Häfele, Lukas Hirsch, Giuliana Kuhn, Giulia-Alexandra Moll, Oliwia Odoj, Max Petermann, Carla Sophie Pfeil, Ann-Sophie Reif, Letizia Marie Salhoff, Jonah Wagner, Katharina Weber.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt

Feier der Osternacht

20. April 2019

Feier der Osternacht in der Herz-Jesu-Kirche, das höchstes Fest der Katholiken: Die 'Drei Österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn'.

In der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag feierten in der Herz-Jesu-Kirche die Katholiken ihr höchstes Fest, die 'Drei Österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn'. Es handelt sich hierbei um ein Hochfest und damit sozusagen um die längste Messe der Welt, die drei Tage umfasst. Trauer und Freude in einem Gottesdienst sollen eines deutlich machen: Das Leiden und die Auferstehung Christi sind zwei Seiten desselben Heilsereignisses.
Die Liturgie dieser Osternacht besteht aus den vier Elementen Lichtfeier, Wortgottesdienst, Taufe und Eucharastie. Traditionell beginnt die Lichtfeier vor der Kirche im Freien. Pastoralreferent Sven Brückner segnete zunächst das Osterfeuer und entzündete daran die Osterkerze. In einer Prozession wurde sie in die dunkle Kirche getragen – unter dem dreimaligen Ruf 'Lumen Christi – Deo gratias'. Nur das an die Feiernden weitergegebene Licht erleuchtete den Raum. Nach dem gesungenen Osterlob, dem Exsultet, folgten vier Lesungen, drei davon aus dem Alten Testament. Dazwischen jeweils Gesang und Gebet. Nach dem Gloria, noch vor der vierten Lesung, geht das Licht an, die Orgel braust auf und Glockengeläut setzt ein. Von der Dunkelheit zum Licht - symbolischer kann das Wunder der Auferstehung kaum dargestellt werden: Christus ist auferstanden! Es folgt das Taufgedächtnis, bei dem die Gläubigen ihr Taufversprechen erneuern und mit Osterwasser besprengt werden. Den Abschluss bildet die Speisesegnung. Die im Altarraum aufgestellten Speisen werden mit Weihwasser besprengt. Im Schlusslied 'Christus ist erstanden' kommt die ganze Freude über das Wunder der Auferstehung zum Ausdruck.

Auch bei dieser Feier war wieder zu spüren: Es gibt kaum ein intensiveres Ostererlebnis als die Feier der Osternacht.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt

 

Dank und Ehrung für Roswitha Künstner

24. Februar 2019

Frau Roswitha Künstner, ehemaliges Mitglied des katholischen Kirchengemeinderats, feiert im Kreis der katholischen Kirchengemeinde ihren 80. Geburtstag.

Am 24 Februar feierte das ehemalige Mitglied des katholischen Kirchengemeinderats, Frau Roswitha Künstner, ihren 80. Geburtstag. Anlässlich dieses Ereignisses feierte die katholische Kirchengemeinde mit ihr einen feierlichen Gottesdienst, der von Pater Tomy Thomas zelebriert wurde. Im Anschluss daran lud die Jubilarin zu einer Feier ins Café Schoch ein, wo neben lobenden Worten ein umfangreiches und buntes Programm ihre Lebensleistung würdigte.
Ihr besonderes Engagement galt schon immer der Kirche. Dafür wurde ihr mit folgenden Worten gedankt:

 

Liebe Roswitha,

heute ist dein Ehrentag, an dem du einmal allein im Mittelpunkt stehen sollst. Du hast uns zur Feier deines 80. Geburtstages eingeladen. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. 80 Jahre, das ist ein stolzes Alter, fast schon ein biblisches. Dass du das in körperlicher und geistiger Gesundheit und Fitness feiern kannst, hat vielleicht etwas mit der Bibel und deinem festen Glauben zu tun. Sie und die Kirche insgesamt haben einen großen Teil deines Lebens bestimmt und gestaltet. Der Kirche galt immer deine besondere Zuwendung und Hingabe. Für sie hast du dich in vielfältiger Form ehrenamtlich eingebracht und du tust das selbst heute noch. Die Liste deiner Tätigkeiten ist lang. Ich möchte hier nur die wichtigsten erwähnen: mehr als 20 Jahre warst du im Kirchengemeinderat tätig. Über viele Jahre hinweg warst du Wortgottesdienst-Leiterin. Der Besuchsdienst war ebenfalls über einen langen Zeitraum dein Verdienst. Und selbst so profane Dinge wie die Reinigung von Altardecken und Messgewändern waren dir nicht zu viel. All das hast du mit größter Selbstverständlichkeit und sehr viel Herzblut getätigt. Dienst für die Kirche war für dich, ganz in christlicher Tradition, immer auch Dienst am Nächsten. Für diesen langen und selbstlosen Einsatz spricht dir der katholische Kirchengemeinde-rat seinen herzlichen Dank aus. Menschen wie du bilden mit ihrem Wirken das Rückgrat der Gesellschaft. Diese Gesellschaft, und damit auch die Kirche, funktioniert nur solange, wie es Menschen gibt, die Zeit und Energie einsetzen, um andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Papst Franziskus nennt die freiwilligen Helfer sogar eine der 'wertvollsten Ressourcen' der katholischen Kirche. Leider findet dieses Engagement nicht immer eine entsprechende und ange-messene Würdigung.
Eine weitere Stärke von dir ist dein fester Glaube. Er hat dir über so manchen schweren Schicksalsschlag hinweggeholfen und er war immer deine moralische Richtschnur. Das Angenehme daran ist, dass du deswegen nicht päpstlicher als der Papst geworden bist und stets ein gesunder Menschenverstand dein Handeln geprägt hat. Du hast immer – wie es so schön heißt – die Kirche im Dorf gelassen.
„Tue Gutes und rede nicht darüber“, das ist das Motto vieler Ehrenamtlicher. Das war und ist auch dein Motto. Doch manchmal muss man darüber reden, muss man dafür danken. Der römische Philosoph und Staatsmann Cicero hat das einmal so formuliert: „Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen.“
Was wir hiermit tun.
Liebe Roswitha, wir wünschen dir noch viele schöne und erfüllte Jahre bei guter Gesundheit und vor allem Gottes Segen.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt

Übergabe der Kirchenpflege

20. 12. 2017

Frau Herta Brobeil übergibt Amt als Kirchenpflegerin an Frau Gordana Barbir

Bei der katholischen Kirchengemeinde ging am Mittwoch, 20. Dezember 2017, eine Ära zu Ende. Nach 47 Jahren Tätigkeit als Kirchenpflegerin - und nebenbei auch als Pfarramts- sekretärin- gab Frau Herta Brobeil dieses Amt an Frau Gordana Barbir ab. Diese war in der Oktobersitzung des kathol. Kirchengemeinderats einstimmig in dieses Amt gewählt worden. Die offizielle Übergabe nahm Herr Ehrenfried von der Kirchlichen Verwaltungszentrale vor. Er erläuterte sehr ausführlich die Aufgaben einer Kirchenpflegerin und wies darauf hin, dass diese in der Zukunft größere Änderungen erfahren würden. Die Kirchliche Verwaltungs- stelle Stuttgart gibt für dieses Amt unter anderem folgende allgemeine Ratschläge: Nichts aufschieben, Prioritäten setzen, Perfektionismus vermeiden, ein 'Nein' als das zeitsparendste Wort anzusehen etc. Das solle man ruhig umsetzen. Der bisherigen Amtsinhaberin bescheinigte er eine einwandfreie Amts- und Kassenführung. Eine ähnliche Einschätzung erfolgte auch durch Pater Tomy Thomas. Er betonte das außergewöhnliche Engagement von Frau Brobeil, das weit über das erforderliche Maß hinausging und auch einen erheblichen Teil ihrer Freizeit beanspruchte. Während ihrer ungewöhnlich langen Dienstzeit habe es so gut wie keine Fehlzeiten gegeben, stets sei sie kompetente Ansprechpartnerin für alle gewesen, die in irgendeiner Form mit der Kirche zu tun hatten. Im Grunde hatte Frau Brobeil mehrere Aufgaben: Kirchenpflegerin, Pfarramtssekretärin und, aushilfsweise, auch Mesnerin und Hausmeisterin. Leider steht die Vergütung für dieses Amt in keinem Verhältnis zum Aufwand. Es hat eher ehrenamtlichen Charakter, die Entlohnung ist symbolisch. Hier besteht zweifellos Handlungsbedarf seitens der Kirchenführung und -verwaltung, damit die Nachfolgeschaft auch in Zukunft gesichert ist. In Mainhardt ist dies glücklicherweise der Fall. Frau Barbir hat sich bewusst für diese Aufgabe entschieden und wird noch eine Zeit lang von Frau Brobeil als Mentorin unterstützt werden. Die katholische Kirchengemeinde Mainhardt hat Frau Brobeil sehr viel zu verdanken.Ein halbes Jahrhundert Dienst am Nächsten – das ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt. Sie bedankt sich sehr herzlich für ihre langjährige und verantwortungsvolle Tätigkeit und wünscht ihr alles Gute im wohlverdienten zukünftigen Ruhestand, der ruhig noch etwas warten darf. Gleichzeitig begrüßt sie Frau Gordana Barbir in ihrem neuen Amt und wünscht ihr darin viel Glück, Erfolg und Gottes Segen.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt